Shōsō-in, Kaiserliches Schatzhaus in Nara, Japan
Shōsōin ist ein hölzernes Gebäude im Nara-Park, das auf Stelzen steht und in traditioneller azekura-zukuri-Technik errichtet wurde. Die Lagerhalle misst 33 Meter in der Länge, 9,4 Meter in der Breite und 14 Meter in der Höhe.
Die Kaiserin Kōmyō gründete das Gebäude im Jahr 756 und weihte über 600 Gegenstände dem Großen Buddha im Tōdai-ji-Tempel. Seit 1962 befinden sich die früher hier aufbewahrten Gegenstände in zwei Stahlbetongebäuden am Nationalmuseum Nara.
Das Depot enthält etwa 9.000 Artefakte aus dem 8. Jahrhundert, darunter buddhistische Objekte, Möbel, Musikinstrumente und Dokumente verschiedener asiatischer Kulturen.
Das Gebäude ist nicht für Besucher geöffnet, aber man kann es von außen betrachten und die Bauweise bewundern. Der Nara-Park liegt zentral und ist zu Fuß erreichbar von den meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Die nördliche Sektion des Lagerhauses bleibt dauerhaft versiegelt und darf nur von Mitgliedern der japanischen Kaiserfamilie betreten werden. Die erhöhte Bauweise mit einem Abstand von 2,7 Metern zum Boden schützt die Objekte vor Feuchtigkeit und Schädlingen.
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