Eikan-dō Zenrin-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Sakyō-ku, Japan
Eikan-dō Zenrin-ji ist ein buddhistischer Tempel in Sakyō-ku, dessen Hallen in unterschiedlichen Höhen am Higashiyama-Hang errichtet und durch überdachte Gänge und Treppen verbunden sind. Das Haupttor ist ein Kōrai-mon, ein nach dem alten koreanischen Königreich Goguryeo benannter Tortyp, das Innentor ein Yakui-mon; beide gehen auf Wehrtore der aristokratischen Residenz zurück, die dem Tempel vorausging. Die Amida-Halle steht höher am Hang als die Gründerhalle, und die dreistöckige Pagode nimmt den höchsten Punkt der Anlage ein.
Shinshō, ein Schüler Kūkais, gründete diesen Ort im Jahr 853 als Einsiedelei für die Shingon-Schule. Im 12. Jahrhundert wurde er Hauptsitz der Seizan-Linie des Jōdo-Buddhismus, die bis heute hier ansässig ist.
Der Tempel wird gewöhnlich Eikan-dō nach dem siebten Oberhaupt Yōkan (1033–1111) genannt, der hier lebte; die Schriftzeichen werden in der Kan-on-Lesung „Eikan“ gelesen, während sein Name die Go-on-Lesung „Yōkan“ verwendet. Der andere Name Zenrin-ji bedeutet „Tempel des Zen-Waldes“, obwohl er zur Jōdo-Schule (Reines Land) gehört. Das Hauptbild, der Mikaeri Amida, ist eine 77,6 cm hohe hölzerne Standstatue aus dem späten 12. Jahrhundert, die 1999 zum Wichtigen Kulturgut erklärt wurde.
Das Gelände liegt an einem Hang des Higashiyama, mit dem Haupttor am Fuß und dem Tahōtō am höchsten Punkt. Überdachte Treppen und Gänge verbinden die Gebäude, sodass der Weg zu den oberen Bauten bergauf führt; festes Schuhwerk ist hilfreich. Der Tempel ist etwa zehn Gehminuten von der Station Keage der Tozai-U-Bahn entfernt.
Die Hallen sind mit hölzernen Korridoren verbunden, die leise knarren, wenn man sie betritt, ein Merkmal traditioneller Bauweise in dieser Region. An einigen Stellen bieten Fenster in den Gängen Ausblicke auf die Baumkronen, die im Herbst rot und orange leuchten.
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