Namie, Küstenstadt im Bezirk Futaba, Japan
Namie ist eine Küstengemeinde im Bezirk Futaba der Präfektur Fukushima, die sich über 223 Quadratkilometer entlang der Pazifikküste erstreckt. Das Gebiet verbindet flache Siedlungszonen nahe dem Wasser mit landwirtschaftlichen Flächen und bewaldeten Hügeln im Landesinneren.
Die Gegend beherbergte Grabhügel aus der Kofun-Zeit und diente während der Nara-Periode als Zentrum des antiken Bezirks Futaba innerhalb der Provinz Iwaki. Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 wurde die gesamte Bevölkerung evakuiert und das Gemeindegebiet in verschiedene Strahlenschutzzonen aufgeteilt.
Töpfer aus der Region entwickelten über Generationen eine handwerkliche Tradition, die Besucher heute an der Raststätte durch Ausstellungen und Werkstätten nachvollziehen können. Die Arbeiten zeigen lokale Formen und Glasuren, die mit den natürlichen Rohstoffen der Gegend verbunden sind.
Das Wasserstoff-Energie-Forschungsfeld in der Gemeinde ist seit März 2020 in Betrieb und markiert einen Wandel hin zu erneuerbarer Energie in der Region. Besucher sollten sich vorab über aktuelle Zugangsbedingungen und eventuelle Einschränkungen in bestimmten Bereichen informieren.
Die Stadt wurde nach dem Atomunfall von 2011 vollständig geräumt und in drei unterschiedliche Zugangszonen je nach Strahlungswerten eingeteilt. Manche Gebiete blieben jahrelang unbewohnt, während andere schrittweise wieder für die Rückkehr geöffnet wurden.
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