Sengaku-ji, Buddhistischer Tempel in Takanawa, Tokio, Japan
Sengaku-ji ist ein Sōtō-Zen-buddhistischer Tempel in Takanawa, Tokio. Sein zweistöckiges hölzernes Tor, 1832 wiedererrichtet, hat eine Decke mit einem geschnitzten Kupferdrachen und ein Schild mit der Aufschrift 泉岳寺. Die Haupthalle, 1953 nach einem Kriegsbrand wiederaufgebaut, steht hinter breiten Steinstufen, mit dunkler Holzfassade und einem geschwungenen Giebel über dem Eingang.
1612 von Tokugawa Ieyasu bei Sakuradamon gegründet, brannte der Tempel beim Kan'ei-Brand 1641 nieder. Iemitsu befahl fünf Daimyō-Clans – Mori, Asano, Kutsuki, Niwa und Mizutani –, ihn in Takanawa wieder aufzubauen. Asano Naganori wurde nach seinem Seppuku 1701 hier beigesetzt, und 1703 wurden die 47 Rōnin, die ihn rächten, neben ihm bestattet.
Der Tempel nennt die 47 Rōnin „Akō gishi“, und jeder posthume Grabesname beginnt mit dem Zeichen 刃 (Klinge). Die 48 Grabsteine umfassen ein Gedenkmal für Kayano Shigezane, der sich vor dem Überfall das Leben nahm. Feste finden Anfang April und am 14. Dezember statt, und das Akō-gishi-Museum bewahrt ihre Habseligkeiten.
Die nächste U-Bahn-Station Sengakuji liegt wenige Gehminuten entfernt an der Toei Asakusa Linie. Das kleine Museum neben dem Haupttor zeigt Schwerter und persönliche Gegenstände der Samurai.
Ein alter Brunnen namens Kubiarai-no-Ido steht noch auf dem Gelände und markiert den Ort, an dem die Samurai rituelle Reinigung vollzogen. Dort wuschen sie den abgetrennten Kopf ihres Feindes, bevor sie ihn dem Grab ihres Herrn darbrachten.
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