Kannō-ji, Buddhistischer Tempel am Berg Kabutoyama in Nishinomiya, Japan
Kannō-ji ist ein Shingon-Tempel der Omuro-Schule am Hang des Berges Kabutoyama in Nishinomiya, Präfektur Hyōgo, auch Kabutoyama-daishi genannt. Die 1841 wiedererrichtete Haupthalle steht neben einer Daishidō von 1912 und einer Tahōtō von 1980, mit einem Trockengarten und einer dreizehnstöckigen Steinpagode. Das Niō-Tor von 1804 hat eine ungewöhnliche Form mit drei Jochen, einem Eingang und acht Pfosten.
Die vierte Gemahlin des Kaisers Junna gründete den Tempel im Jahr 828, nachdem sie aus dem Kaiserpalast in Kyoto geflohen war. Aufzeichnungen aus dem 14. Jahrhundert dokumentieren diesen Ursprung und bestätigen die frühe Geschichte der Anlage.
Der Name des Tempels bedeutet „Tempel der Götter“, weil der Berg Kabutoyama als heilig galt, nicht wegen „Götter verfluchen“. Die Hauptstatue des Nyoirin Kannon, ein Hibutsu, wird am 18. Mai beim Yūzū-Kannon-Fest gezeigt. Der Tempel ist die 21. Station der Neuen Saigoku-33-Kannon-Pilgerroute.
Der Weg hinauf führt durch Wald und erfordert etwas Kondition, festes Schuhwerk ist sinnvoll. Zeremonien finden das ganze Jahr über statt, Besucher sind sowohl zu religiösen Anlässen als auch außerhalb willkommen.
Die Hauptfigur des Tempels, ein sechsarmiger Nyoirin Kannon, stammt nicht von Kūkai: Fachleute datieren die 98,7 cm hohe Figur aus zusammengesetztem Holz auf das späte 10. oder frühe 11. Jahrhundert. Ihr rechtes Bein liegt schräg auf dem linken, statt aufgestellt zu sein, und der Kopf neigt sich nach oben, eine seltene Ikonografie. Gezeigt wird sie nur am 18. Mai.
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