Kisshō-ji, Buddhistischer Tempel in Hon-Komagome, Japan
Kisshō-ji ist ein Soto-Zen-Tempel in Hon-Komagome, Bunkyo, Tokio. Die eingeschossige Haupthalle trägt ein breites grünes Kupferdach mit aufgebogenen Ecken; die dunkle Holzfassade ist durch runde rote Säulen in drei Joche geteilt, mit Gitterfenstern in den Seitenjochen und einem zurückgesetzten mittleren Eingang. Zwei steinerne Löwen flankieren die Stufen zu einer niedrigen Steinplattform, über den Säulen hängt eine kleine dunkle Tafel. Das Bergtor von 1802 und das Sutrenhaus von 1804 blieben vom siebenteiligen Edo-Komplex erhalten.
Ota Dokan gründete den Tempel im Jahr 1458, nachdem er beim Graben eines Brunnens während des Baus der Burg Edo ein goldenes Siegel mit der Aufschrift Kichijo entdeckt hatte. Nach dem großen Brand von Meireki im Jahr 1657 zogen viele Anhänger des Tempels nach Musashino um und gaben dem Viertel Kichijoji seinen Namen.
Der Name des Tempels stammt von einem goldenen Siegel mit der Inschrift „Kichijō“ (Glück), das beim Bau der Burg Edo in einem Brunnen bei Wadakura gefunden wurde. In der Edo-Zeit beherbergte sein Bezirk die Lehranstalt Sendan-Rin mit über 1.000 studierenden Mönchen; 1925 wurde daraus die Komazawa-Universität. Zu den Gräbern zählen das von Enomoto Takeaki, der hier 1908 beigesetzt wurde, und ein gemeinsames Grab von Yaoya Oshichi und Kichisaburō.
Der Tempel liegt in 3-19-17 Hon-Magome, Bezirk Bunkyo, wenige Gehminuten von der Station Honkomagome der Namboku-Metrolinie entfernt. Haupthalle, Gästehalle und Küche sind Nachkriegsbauten; aus der Anlage der Edo-Zeit erhalten sind das Bergtor von 1802 und der Sutrenspeicher von 1804.
Der Name des Viertels Kichijoji in Musashino stammt von diesem Tempel und wurde von Anhängern vergeben, die nach dem Großbrand von 1657 dorthin umsiedelten. Obwohl der neue Stadtteil den Namen des Tempels trägt, wurde dort nie ein zweiter Tempel mit diesem Namen errichtet.
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