Kernkraftwerk Sendai, Kernkraftwerk in Gumizaki-chō, Japan
Das Sendai-Kernkraftwerk ist eine Atomanlage in Gumizaki-chō im Süden Japans, die zwei Druckwasserreaktoren betreibt und Elektrizität für die Region Kyushu liefert. Jeder Reaktor hat eine Leistung von etwa 890 Megawatt und versorgt Haushalte sowie Unternehmen auf der Insel.
Die Anlage entstand in den 1980er Jahren, als Japan seine Kernkraftkapazität erweiterte und die Abhängigkeit von importierten Brennstoffen verringern wollte. Nach einer landesweiten Stilllegung aller Reaktoren wurde hier 2015 der Betrieb als erstes wieder aufgenommen, nachdem neue Sicherheitsstandards umgesetzt worden waren.
Die Anlage trägt einen Namen, der an die Stadt Sendai im Norden erinnert, obwohl sie in Kyushu liegt und für diese Region Strom erzeugt. Besucher sehen von außen hohe Kühltürme und Sicherheitszäune, die zeigen, wie Technik und Vorsicht hier zusammenkommen.
Das Gelände ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber Informationszentren in der Umgebung erklären die Funktionsweise und Sicherheitsmaßnahmen. Besucher können sich über Evakuierungswege und Warnsysteme informieren, die für die umliegenden Gemeinden eingerichtet wurden.
Sensoren am Meeresboden überwachen die vulkanische Aktivität des Aira-Caldera, der etwa fünfzig Kilometer entfernt liegt und eine potenzielle Bedrohung darstellt. Diese Geräte erfassen kleinste geologische Veränderungen und ermöglichen es, rechtzeitig auf Gefahren zu reagieren.
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