Chankiri Tree, Gedenkbaum in Choeung Ek, Kambodscha
Der Chankiri-Baum ist ein mehrere Meter hoher Baum mit tiefen Rillen in der Rinde und breiten Ästen innerhalb des Choeung-Ek-Gedenkzentrums in Kambodscha. Ein niedriger Zaun umgibt den Stamm, und ein Schild erklärt seine Rolle während des Genozids.
Die Roten Khmer nutzten diesen Baum zwischen 1975 und 1979 als Hinrichtungsstätte für Säuglinge und Kleinkinder, deren Eltern bereits getötet worden waren. Das Gelände war Teil eines größeren Todeslagers, in dem Tausende Menschen ermordet wurden.
Angehörige hängen bunte Bänder in die unteren Zweige und stellen kleine Opfergaben zwischen die Wurzeln, um der Ermordeten zu gedenken. Diese Praxis verbindet buddhistische Traditionen mit dem Bedürfnis nach Heilung und kollektiver Erinnerung an die Opfer.
Die meisten Besucher erreichen den Ort mit einem Tuk-Tuk oder organisierten Ausflügen ab Phnom Penh, die etwa 45 Minuten dauern. Ein Audioguide in mehreren Sprachen ist am Eingang des Gedenkzentrums erhältlich und hilft beim Verstehen des historischen Kontexts.
Der Stamm zeigt noch heute sichtbare Einschläge und Vertiefungen, die als stumme Zeugnisse der Verbrechen dienen. Besucher berichten, dass die Nähe zum Baum eine besonders starke emotionale Reaktion auslöst, die den Schrecken der Geschichte greifbar macht.
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