Choeung Ek, Gedenkstätte des Völkermords in der Provinz Kandal, Kambodscha.
Choeung Ek ist eine Gedenkstätte in der Provinz Kandal in Kambodscha, die an die Opfer der Schreckensherrschaft in den 1970er Jahren erinnert. Die zentrale Struktur ist ein gläsernes Stupa, in dem mehr als 8000 menschliche Schädel und Knochen aufbewahrt werden, die aus den umliegenden Massengräbern ausgegraben wurden.
Von 1975 bis 1978 wurden mehr als 17000 Menschen aus dem S-21-Gefängnis zu diesem ehemaligen Obstgarten gebracht und dort hingerichtet. Die Stätte wurde 1980 entdeckt, als Überlebende und Behörden begannen, die Massengräber zu dokumentieren und auszuheben.
Die Gedenkstätte bewahrt die Erinnerung an jene, die hier ihr Leben verloren, wobei buddhistische Traditionen in der Gestaltung des Ortes eine zentrale Rolle spielen. Besucher begegnen einem Ort der Stille, an dem lokale Gemeinschaften regelmäßig Zeremonien abhalten und Räucherwerk anzünden.
Audioguides in mehreren Sprachen erläutern 15 Stationen auf dem Gelände und helfen Besuchern, den Ort zu verstehen. Die meisten Menschen verbringen etwa zwei Stunden hier, wobei festes Schuhwerk für die unbefestigten Wege empfehlenswert ist.
Nach starken Regenfällen tauchen weiterhin Knochenfragmente und Kleidungsstücke aus den 129 Massengräbern auf, von denen 43 absichtlich unangetastet bleiben. Diese Gräber dienen als Beweismittel und als Zeichen des Respekts gegenüber den dort Bestatteten.
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