Kaesŏng, Spezielle Verwaltungsstadt im Südwesten Nordkoreas
Kaesong ist eine Stadt mit Sonderverwaltungsstatus im Südwesten Nordkoreas, die zwischen den Gebirgszügen Songak und Osong liegt. Die Altstadt umfasst mittelalterliche Anlagen, während moderne Viertel sich entlang flacher Täler und sanfter Hügel erstrecken.
Die Stadt war von 935 bis 1392 die Hauptstadt der Goryeo-Dynastie und spielte eine zentrale Rolle im mittelalterlichen koreanischen Handel. Nach dem Koreakrieg 1953 fiel sie an Nordkorea, obwohl sie nur wenige Kilometer von der Demarkationslinie entfernt liegt.
Die Stadt trägt ihren Namen seit der Goryeo-Dynastie und beherbergt mehrere buddhistische Tempel sowie die Ruinen königlicher Paläste, die Besucher heute besichtigen können. In einigen Vierteln stehen traditionelle koreanische Hanok-Häuser mit geschwungenen Dächern neben sowjetisch geprägten Wohnblöcken.
Die Stadt erreichen nur organisierte Reisegruppen unter Aufsicht staatlicher Führer, und der Besuch erfordert eine Sondergenehmigung durch nordkoreanische Behörden. Auf Touren besichtigen die Gruppen ausgewählte Monumente und Gedenkstätten, individuelle Bewegungsfreiheit ist nicht erlaubt.
Zwölf mittelalterliche Stätten in der Stadt erhielten 2013 den Welterbestatus der UNESCO, was sie zur ersten solchen Anerkennung in Nordkorea machte. Die industrielle Sonderzone, die südkoreanische und nordkoreanische Arbeiter vereinte, schloss 2016 nach politischen Spannungen zwischen beiden Regierungen.
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