Sariwŏn, nordkoreanische Stadt
Sariwon ist eine Stadt in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hwanghae, die etwa 65 Kilometer südwestlich von Pjöngjang liegt und über 300.000 Einwohner hat. Die Stadt erstreckt sich in einer flachen, ebenen Gegend nahe dem Chaeryŏng-Fluss mit Blick auf umliegende Hügel und fruchtbare Felder.
Sariwon war lange Zeit ein kleiner Handelsort, dessen Bedeutung durch alte Stätten wie das Songbul-Tempel aus dem Jahr 898 und die Jongbang-Festung aus der Goryeo-Dynastie belegt wird. Die Stadt wurde besonders während des Koreakrieges stark beschädigt, aber nach 1953 wieder aufgebaut und zu einem Industrie- und Verwaltungszentrum der Provinz entwickelt.
Der Name Sariwon bedeutet "westlich des Flusses" und bezieht sich auf die Lage an der Chaeryŏng-Fluss. Die Stadt ist heute vor allem durch die Folklorist Customs Street bekannt, wo rekonstruierte traditionelle Häuser und handwerkliche Arbeiten zeigen, wie Menschen früher lebten und arbeiteten.
Besucher erreichen die Stadt am besten mit organisierten Touren von Pjöngjang aus, bei denen man an ausgewählten Stätten wie Folk Customs Street und dem Berg Kyŏngam geführt wird. Die Reisen sind kurz und zeitlich begrenzt, da Touristen eng überwacht und nach strikten Regeln geführt werden, wodurch echte Bewegungsfreiheit nicht möglich ist.
Das Songbul-Tempel stammt aus dem Jahr 898 aus der Zeit der Unified Silla-Dynastie und ist eines der ältesten erhaltenen Holzgebäude in Nordkorea mit ursprünglichen Statuen und Schnitzereien. Der Berg Kyŏngam bietet von einem alten Pavillon aus Ausblick auf die kleine Stadt und ihre umliegenden Felder.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.