Panmunjeom, Grenzübergangsstelle zwischen Nord- und Südkorea
Panmunjeom ist eine Kontrollstelle an der Grenze zwischen Nordkorea und Südkorea in Korea. Das Gebiet umfasst mehrere niedrige Bauten aus Beton und Holz, die sich um einen leeren Platz gruppieren, auf dem die eigentliche Demarkationslinie verläuft.
Delegierte beider Seiten unterzeichneten hier das Waffenstillstandsabkommen im Juli 1953 und beendeten damit die aktiven Kampfhandlungen des Koreakrieges. Seitdem dient der Ort als Schauplatz für gelegentliche Verhandlungen und Treffen zwischen Vertretern beider Nationen.
Die blauen Konferenzgebäude stehen direkt auf der Grenzlinie und werden heute für diplomatische Begegnungen verwendet, wenn beide Seiten sich treffen müssen. Südkoreanische Soldaten stehen regungslos in Taekwondo-Stellung an den Ecken der Gebäude, während ihre Kollegen aus dem Norden eine andere Haltung einnehmen.
Besucher können die Zone nur im Rahmen organisierter Führungen betreten, die von der südkoreanischen Seite ausgehen und eine Anmeldung mehrere Tage im Voraus erfordern. Während des Aufenthalts gelten strikte Regeln zum Verhalten, zur Kleidung und zum Fotografieren, die vor dem Eintritt erklärt werden.
Die Konferenzräume haben einen Tisch, der genau auf der Mittellinie steht, sodass Teilnehmer an Verhandlungen technisch in ihrem eigenen Land sitzen, während sie sich direkt gegenübersitzen. Ein Mikrofonkabel läuft unter dem Tisch hindurch und markiert die unsichtbare Grenze zwischen beiden Territorien.
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