Jeonju, Kulturerbe-Hauptstadt in Nord-Jeolla, Südkorea
Jeonju liegt in einem von Hügeln umgebenen Tal und verbindet moderne Viertel mit Straßen, in denen traditionelle koreanische Häuser mit geschwungenen Dächern stehen. Breite Boulevards im Zentrum wechseln mit engen Gassen, die zu Innenhöfen und kleinen Tempeln führen.
Der Ort entwickelte sich ab dem ersten Jahrhundert vor Christus zu einem Handelszentrum und gewann später an Bedeutung, als die Joseon-Dynastie ihn zum Verwaltungssitz erhob. Im späten 14. Jahrhundert entstand hier ein königliches Archiv, das Jahrhunderte lang Dokumente bewahrte.
Die Stadt gilt als Geburtsort des Bibimbap, einer Schüssel aus Reis mit Gemüse, die als Symbol der koreanischen Küche gilt. In den Straßen des Hanok-Viertels riechen Besucher Holzrauch und sehen Handwerker, die nach alten Methoden Papier herstellen und bemalen.
Busse verbinden die verschiedenen Stadtviertel regelmäßig miteinander, und Fußgängerwege erleichtern den Zugang zu den zentralen Bereichen. Ein Besuch dauert mindestens einen Tag, um sowohl die modernen Viertel als auch die traditionellen Straßen zu erkunden.
Die lokale Bibliothek bewahrt eines von vier erhaltenen Exemplaren der Chroniken der Joseon-Dynastie, die fünf Jahrhunderte königlicher Geschichte dokumentieren. Auf den Seiten dieser Chroniken finden sich tägliche Berichte aus dem Königspalast und Aufzeichnungen über politische Entscheidungen und Zeremonien.
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