Dongsam-dong Shell Midden, Archäologische Stätte im Bezirk Yeongdo, Südkorea
Der Dongsam-dong-Muschelhaufen ist ein neolithischer Muschelhaufen an einem Hang am Meer in Dongsam-dong, Bezirk Yeongdo, Busan. Ausgrabungen legten fünf Schichten frei, die Muscheln, Tierknochen, Stein- und Knochenwerkzeuge sowie drei Keramikarten enthielten: glatt, kammgemustert und mit Applikationsmuster. Die Stätte lieferte zudem das älteste bekannte Grab vom Typ yunggwanmyo in Korea.
Die Stätte entstand aus der Akkumulation von Muschelresten über mehrere Jahrtausende, wobei die frühesten Schichten aus dem 8. Jahrtausend v. Chr. stammen und bis etwa 2000 v. Chr. reichen. Ausgrabungen ab 1969 durch das Nationalmuseum von Korea zeigten, dass dieser Ort eine der ältesten bekannten Fundstellen der frühen Jeulmun-Periode in der südlichen Halbinsel war.
Der Muschelhaufen liegt an einem Hang nahe dem Ufer des Dorfes Hari in Dongsam-dong. Die Ausgrabungen erbrachten glatte, kammgemusterte und aufgelegt gemusterte Keramik, Knochen- und Steinwerkzeuge sowie Walknochen und Hirschknochen. Ein Bauchbestattung, die älteste ihrer Art in Korea, wurde hier erstmals nachgewiesen.
Der Standort befindet sich auf der Insel Yeong-do in der Nähe des Hafens, was eine Anreise mit lokalen Verkehrsmitteln ermöglicht. Besucher sollten angemessene Kleidung für eine Außenstätte mitbringen und auf die Gezeitenzeiten achten, da die Lage an der Küste davon abhängt.
Die Ausgrabungen brachten außerdem ein Grab vom Typ Yonggwan (Sarg aus Gefäßen) zutage, das älteste seiner Art in Korea, das für die Erforschung der Bestattungssitten wichtig ist. Japanische kammgemusterte Keramik und Steingeräte aus japanischem Obsidian belegen einen Austausch mit Japan.
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