Taras, Historische Seidenstraßenstadt im südlichen Kasachstan
Taraz ist eine Stadt im südlichen Kasachstan nahe der Grenze zu Kirgisistan, am Ufer des Talas-Flusses gelegen. Die Bebauung reicht von sowjetischen Wohnblöcken bis zu neueren Geschäftsgebäuden mit breiten Boulevards dazwischen.
Eine mittelalterliche Siedlung wuchs hier zu einem bedeutenden Handelsplatz entlang der Seidenstraße heran, bis mongolische Heere im 13. Jahrhundert die Stadt zerstörten. Nach mehreren Jahrhunderten wurde die Gegend unter russischer Herrschaft neu besiedelt und erhielt mehrfach andere Namen.
Der alte Name verbindet sich heute noch mit traditionellen Bazaren, wo Händler Gewürze und Teppiche in kleinen Läden anbieten. Familien treffen sich am späten Nachmittag in öffentlichen Parks und unter den Bäumen entlang der Hauptstraßen.
Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum und lassen sich zu Fuß erreichen, während Busse zu weiter entfernten Stadtteilen fahren. Die Sommermonate können sehr heiß werden, daher empfiehlt sich ein Besuch im Frühjahr oder Herbst.
Lokale Legenden erzählen, dass eine Schlacht zwischen arabischen und chinesischen Armeen im 8. Jahrhundert dazu führte, dass chinesische Papiermacher gefangen genommen wurden. Diese Handwerker brachten ihre Techniken dann nach Westen und veränderten damit die Schriftkultur dauerhaft.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.