Мұнайшылар қалашығы, Siedlung der Erdölarbeiter in der Region Atyrau, Kasachstan.
Die Wohnsiedlung der Erdölarbeiter (Schilgorodok, auch Akkala, „weiße Stadt" genannt) ist eine Wohnanlage in einer Flussschleife des Ural, etwa zwei Kilometer von Gurjew, dem heutigen Atyrau, entfernt. Der Plan ist einfach und rationell: Eine breite, gerade Hauptstraße, die Auesow-Allee, verbindet die Siedlung mit der Raffinerie, fünf Querstraßen teilen sie in Quartiere mit ein- und zweigeschossigen Häusern und öffentlichen Bauten. Terrassen, Aiwanen, Loggien und Galerien beschatten die Räume; die Wände bestehen aus Gipsplatten und Erdblöcken, öffentliche Gebäude aus Ziegel und Gips.
Der Bau begann 1943, 1948 wurde die Anlage für die Arbeiter der Raffinerie Gurjew übergeben, in der Uralschleife zwei Kilometer von der Stadt entfernt. Häftlinge und Angehörige der Arbeitsarmee — Wolgadeutsche, Krimtataren, Bulgaren, Griechen, rumänische Kriegsgefangene — leisteten den Großteil: Im Juli 1944 arbeiteten rund 12.000 auf der Baustelle. Die Architekten A. Arefjew, S. Wassilkowski, A. Lansere und Ingenieur I. Romanowski erhielten 1946 den Stalinpreis; 1982 wurde die Siedlung zum Denkmal republikanischer Bedeutung erklärt.
Der kasachische Name der Siedlung, Munaishylar qalashygy, bedeutet „Stadt der Erdölarbeiter“; die Russen nennen sie auch Bely Gorodok, die Weiße Stadt. In ihrer Mitte steht das Kulturhaus der Erdölarbeiter, um das herum das zentrale Wasserbecken, Blumenbeete, Kantine, Laden und Apotheke angeordnet sind. Die ein- und zweigeschossigen Häuser wechseln sich entlang der Straßen ab, jedes mit Terrassen, Aivanen und Galerien, die die Räume beschatten.
Die Siedlung liegt in einer Flussschleife des Ural, heute am südwestlichen Stadtrand von Atyrau, etwa zwei Kilometer vom Zentrum des alten Gurjew entfernt. Ihre gerade Hauptachse, die Auesow-Allee, verbindet sie mit der Raffinerie, fünf Querstraßen teilen sie in Quartiere. Ein Park am Ufer bildet einen grünen Schutzstreifen gegen trockene, staubige Winde.
Die Stadt entstand überwiegend durch Zwangsarbeit: Im Dezember 1943 arbeiteten 3.687 Häftlinge und Arbeitsarmisten neben 311 freien Bauarbeitern, im Juli 1944 waren es 12.000 Menschen. Die meisten wohnten in Erdhütten für je 200 Personen, versorgt von einer Kantine für 2.000. Auch amerikanische Fachleute waren anwesend, da die Raffinerie über Lend-Lease finanziert wurde.
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