Provinz Bokeo, Nördliche Provinz in Laos
Bokeo ist eine Provinz im Nordwesten von Laos, die sich entlang der Grenzen zu Myanmar und Thailand erstreckt. Fünf Verwaltungsbezirke liegen zwischen dem Mekong und bewaldeten Bergketten, in denen Dörfer über steile Hänge verstreut sind.
Eine Steininschrift aus dem 15. Jahrhundert belegt frühe Besiedlung in dieser Region, die lange ein Durchgangsgebiet für Handelswege war. Die Provinz entstand offiziell in ihrer heutigen Form während der Verwaltungsreformen des 20. Jahrhunderts.
Der Name der Provinz leitet sich vom laotischen Wort für Edelsteinmine ab, das auf die früher in dieser Gegend betriebenen Saphirvorkommen hinweist. Verschiedene ethnische Gemeinschaften bewohnen die Täler und Berghänge, wobei jede Gruppe eigene Textilmuster und Hausstile pflegt.
Die Hauptstadt Houayxay liegt am Mekong und bietet Fährverbindungen nach Thailand sowie Bootsfahrten flussabwärts nach Luang Prabang. Bergstraßen führen ins Landesinnere, wobei viele Strecken in der Regenzeit schwierig befahrbar werden.
Ein Schutzgebiet beherbergt schwarzhaubige Gibbons, die Forscher bis Ende der 1990er-Jahre für ausgestorben hielten. Heute kann man ihre Rufe gelegentlich in den frühen Morgenstunden aus dem Dschungel hören.
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