Phou Den Din National Protected Area
Phou Den Din National Protected Area ist ein großes Schutzgebiet in Nordlaos mit über 2.000 Quadratkilometern Fläche, das sich über hügelige Landschaften mit Erhebungen über 2.000 Meter erstreckt und von Trockenwäldern sowie semi-immergrünen Wäldern bedeckt ist. Das Gebiet wird von mehreren Flüssen durchzogen, insbesondere dem Nam Ou, und enthält alte Waldbestände sowie unberührte Landschaftsformationen mit Karstfelsen.
Das Schutzgebiet wurde 1993 als nationale Biodiversitätsschutzzone offiziell gegründet, nachdem eine Vermessung 1992 die ökologische Bedeutung der Region dokumentiert hatte. Seit seiner Gründung werden Fauna und Flora wissenschaftlich untersucht, während gleichzeitig der Schutz vor Jagd und Abholzung verstärkt wird.
Die Gegend um Phou Den Din ist die Heimat mehrerer ethnischer Gruppen wie der Lue, Haw, Yao und Hmong, die in kleinen verstreuten Dörfern innerhalb und um das Schutzgebiet leben. Ihre traditionelle Lebensweise und das Wissen über die Nutzung von Waldprodukten prägen bis heute die Beziehung zwischen den Menschen und dieser Landschaft.
Die Anreise von der Stadt Phongsali erfordert eine kurze Fahrt gefolgt von einer mehrstündigen Bootsfahrt auf dem Nam Ou oder einem mehrtägigen Fußmarsch durch unwegsames Gelände. Die entlegene Lage bedeutet begrenzte Wege und schwierige Zufahrten, daher sollten Besucher mit grundlegender Ausrüstung und Vorbereitung planen.
Das Gebiet beherbergt eine Vielzahl von Tierarten, die in anderen Teilen Laos' nicht vorkommen, darunter seltene Vogelarten und große Säugetiere wie Elefanten, Gibbons und Leoparden. Diese Rarität macht das Gebiet für Naturwissenschaftler und Beobachter interessant, obwohl die Tiere aufgrund der Entfernung selten gesichtet werden.
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