Zedern des Herrn, Zedernwald im Kadisha-Tal, Libanon.
Die Zedern Gottes sind ein alter Wald im Kadisha-Tal im Norden des Libanon, wo Hunderte von Zedern auf über 2000 Metern Höhe wachsen. Die größten Bäume zeigen massive Stämme und ausladende Kronen, die sich zwischen Geröllfeldern und felsigem Boden ausbreiten.
Seit der Antike lieferte der Wald Holz für Schiffe und Tempel, die von Herrschern im gesamten Mittelmeerraum genutzt wurden. Jahrhunderte der Ernte reduzierten den Bestand, bis Schutzbemühungen im 20. Jahrhundert begannen, die verbliebenen Bäume zu sichern.
Der Name stammt aus religiösen Schriften, die den Libanon als Heimat dieser Bäume nennen, und heute kommen Besucher hierher, um die Verbindung zwischen Natur und Glauben zu erleben. Pilger und Wanderer laufen zwischen den Stämmen und legen manchmal ihre Hand auf die raue Rinde, als könnten sie die Jahrhunderte spüren.
Der Zugang führt über Wege, die zwischen den Bäumen verlaufen, und festes Schuhwerk hilft auf dem unebenen Gelände aus Steinen und Wurzeln. Die Höhenlage sorgt für kühle Temperaturen auch im Sommer, daher empfiehlt sich eine zusätzliche Schicht Kleidung.
Die ältesten Exemplare haben Kronen, die sich horizontal ausbreiten, sodass die Äste fast waagerecht wachsen und wie natürliche Dächer wirken. Diese Form entsteht durch Schneedruck im Winter und das Alter der Bäume.
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