Anjar, UNESCO-Welterberuinen im Bekaa-Tal, Libanon
Anjar ist eine archäologische Stätte in der Bekaa-Ebene, die Überreste einer frühen Stadt mit dicken Steinmauern zeigt, durchzogen von zwei Hauptstraßen, die sich rechtwinklig kreuzen. Die Ausgrabungen haben mehrere Bauwerke freigelegt, darunter einen großen Palast mit erhaltenen Bogenhallen und einen ausgedehnten zentralen Innenhof.
Die Stätte wurde in der frühen Ära des 8. Jahrhunderts unter dem Umayyadenkalif al-Walid I. gegründet, was durch Syrisch-Inschriften in lokalen Steinbrüchen belegt ist. Die Gründung erfolgte in einer Periode des städtischen Wachstums unter dieser Dynastie, wobei die Stadt römische Planungsprinzipien mit lokalen Baubräuchen verband.
Die Stadt bewahrt ihre armenische Herkunft durch Nachbarschaften, die nach sechs ursprünglichen Dörfern benannt sind, aus denen armenische Flüchtlinge hierher kamen. Diese Verbindung zur armenischen Geschichte ist heute noch in der Gestaltung des Ortes und dem Leben seiner Bewohner spürbar.
Der Besuch am besten an kühleren Tageszeiten planen, da die Stätte in bergiger Höhe liegt und der Boden in den Sommermonaten sehr trocken wird. Die Pfade durch das Gelände sind offen und meist unbefestigt, daher sind festes Schuhwerk und ausreichend Wasser wichtig.
Die Stätte liegt auf etwa 950 Metern Höhe nahe der syrischen Grenze und zeigt eine seltene Mischung aus umayyadischer Architektur und klassischen römischen Stadtplänen. Diese Verbindung zweier Baustile an einem Ort macht die Stadt zu einem wertvollen Beispiel für kulturelle Einflüsse in der Frühen Islamischen Periode.
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