Stein der schwangeren Frau, Römischer Monolith in Baalbek, Libanon.
Die Baalbek-Steine sind mehrere riesige Kalksteinblöcke in einem Steinbruch in Baalbek, Libanon, die nie aus ihrem ursprünglichen Bett gehoben wurden. Der längste Block erstreckt sich über etwa 20 Meter und wiegt mehr als 1000 Tonnen, wobei die Oberfläche noch die Spuren der römischen Bearbeitungswerkzeuge zeigt.
Römische Ingenieure begannen den Block für den Tempel von Heliopolis zu schneiden, brachen die Arbeit jedoch ab und ließen den Stein etwa 900 Meter vom Baugelände entfernt im Steinbruch zurück. Archäologen vermuten, dass Risse im Gestein oder logistische Schwierigkeiten die Verantwortlichen dazu veranlassten, das Vorhaben aufzugeben.
Die Bewohner der Gegend nennen den Block nach einer Geschichte, in der eine Frau ihr Wissen über den Transport des Steins gegen Nahrung bis zur Geburt ihres Kindes tauschen wollte. Diese Erzählung wurde über Generationen hinweg weitergegeben und prägt bis heute den Besuch der Stätte.
Der Steinbruch liegt offen und frei zugänglich, sodass man die Blöcke jederzeit aus nächster Nähe betrachten kann. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben ist und stellenweise über lose Steine führt.
Untersuchungen haben ergeben, dass die Römer die Blöcke mit Bronzewerkzeugen bearbeitet haben, die trotz ihrer Weichheit präzise Schnitte in den harten Kalkstein ermöglichten. Diese Technik erforderte ständiges Nachschärfen der Klingen und einen enormen Aufwand an Arbeitskraft und Zeit.
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