Sigiriya, Festung auf Felsen im Matale-Distrikt, Sri Lanka
Sigiriya ist eine Felsenfestung im Distrikt Matale in Sri Lanka, die sich 180 Meter über die umliegende Ebene erhebt und von Wassergärten, Steinmauern und mehreren Verteidigungsebenen umgeben ist. Der Aufstieg führt durch schmale Treppen und Galerien, die in den Felsen gehauen wurden, vorbei an Terrassen und Plattformen, bis man den flachen Gipfel erreicht, wo einst Paläste standen.
König Kasyapa ließ diese Festung zwischen 477 und 495 nach Christus erbauen, nachdem er seinen Vater entthront und seinen Halbbruder vertrieben hatte. Später eroberte der Bruder den Felsen zurück, verwandelte ihn in ein buddhistisches Kloster und beendete damit die kurze Zeit als Königssitz.
Besucher gehen oft langsam durch die westliche Felswand, wo jahrhundertealte Wandmalereien weibliche Gestalten zeigen, die einst von Pilgern bewundert wurden. Heute beten manche Menschen an kleinen Schreinen am Fuß des Felsens und bringen Blumen oder Räucherstäbchen mit, was die spirituelle Bedeutung des Ortes fortsetzt.
Der Aufstieg umfasst etwa 1200 Stufen, und es empfiehlt sich, früh am Morgen zu beginnen, um die große Hitze zur Mittagszeit zu vermeiden. Der Weg ist teilweise steil und schmal, daher sollte man bequeme Schuhe tragen und ausreichend Wasser mitnehmen.
Am Eingang zur oberen Ebene stehen zwei riesige steinerne Löwenpranken, die einst die Basis einer vollständig in den Felsen gehauenen Löwenfigur bildeten, durch deren Maul man hindurchging. Der Name Sigiriya bedeutet Löwenfelsen und bezieht sich auf diese heute verschwundene Skulptur, die Besucher beim Betreten des Palastes begrüßte.
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