Užupis, Unabhängige künstlerische Mikronation in Vilnius, Litauen
Užupis ist ein Stadtteil auf der Ostseite der Vilnia, bekannt für seine engen Gassen, Kunstgalerien und Ateliers, die in umgebauten Industriegebäuden untergebracht sind. Das Viertel erstreckt sich über ein kleines Gebiet und ist dicht mit Kunsträumen und kreativen Werkstätten gefüllt.
Nach Litauens Unabhängigkeit 1991 zogen Künstler in dieses ehemalige Industriegebiet und veränderten es grundlegend. Das Viertel rief sich 1997 als eigenständige Republik aus und schuf damit einen neuen Ort für künstlerischen Ausdruck.
Das Viertel hat sich zu einem Treffpunkt für Künstler entwickelt, wo Ateliers und Galerien das Straßenbild prägen und Ausstellungen im Freien zu sehen sind. Besucher erleben hier eine gelebte Kunstszene, die das alltägliche Leben durchdringt und den Ort von anderen Stadtteilen unterscheidet.
Besucher können an der Brückenkontrollstelle symbolische Reisepässe erhalten und die Verfassung in verschiedenen Sprachen lesen, die an Straßen angebracht ist. Das Viertel lässt sich am besten zu Fuß erkunden, und die meisten Galerien und Kunsträume sind leicht zugänglich.
Das Viertel besitzt seine eigene Währung, Nationalhymne und einen Präsidenten, was die künstlerische Unabhängigkeitserklärung unterstreicht. Die hauseigene Verfassung mit 41 Artikeln garantiert ungewöhnliche Rechte, zum Beispiel das Recht auf Faulheit oder auf die Feier des Lebens.
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