Kernavė Mounds, Mittelalterlicher Burgwallkomplex im Bezirk Širvintos, Litauen
Kernavė-Hügel sind fünf erhobene Erdwälle neben dem Fluss Neris, die Überreste von Befestigungen und Siedlungen verschiedener Zeiträume zeigen. Das Gelände erstreckt sich über die Pajauta-Täler und dokumentiert mehrere Phasen der Besiedlung an ein und demselben Ort.
Der Platz entstand als Hauptstadt des Großherzogtums Litauen, wurde aber 1390 von Deutschrittern während eines Bürgerkriegs zerstört. Nach dieser Zerstörung verlor der Ort seine politische Bedeutung, die sich auf andere Zentren verlagerte.
Der Ort war lange Zeit Zentrum des litauischen Lebens und zeigt in seinen Schichten, wie sich die Menschen hier von alten Zeiten bis zur Christianisierung veränderten. Die Funde sprechen von einer vielfältigen Bevölkerung, die Handwerk, Handel und Familie hochhielten.
Der Ort verfügt über markierte Wege, die alle fünf Hügel verbinden, mit Informationstafeln an jedem Standort. Besucher sollten angemessenes Schuhwerk mitbringen, da die Pfade über unebenes Gelände führen.
Das Material unter dem nassen Torf wurde für Hunderte von Jahren konserviert, wodurch Holzgegenstände in großer Menge erhalten blieben. Dieser feuchte Boden ist selten und ermöglichte es Archäologen, alltägliche Gegenstände zu studieren, die sonst längst vergangen wären.
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