Camp Ashcan, geheimes Gefangenenlager der Alliierten unter US-amerikanischer Führung Ende des Zweiten Weltkrieges in Bad Mondorf (Luxemburg)
Camp Ashcan war ein militärisches Gefängnislager in Mondorf-les-Bains, das während der letzten Monate des Zweiten Weltkriegs in einem bereits bestehenden Kurhotel eingerichtet wurde. Die Anlage war stark bewacht und bestand aus einem Hotel, das in ein Hochsicherheitsgefängnis mit Zäunen, Wachtürmen und Einrichtungen für Verhöre umgewandelt worden war.
Die Anlage wurde von Mai bis August 1945 von den Alliierten betrieben und hielt hochrangige Nazi-Führungspersonen fest, darunter Hermann Göring und Karl Dönitz, bevor diese zur Gerichtsverhandlung nach Nürnberg verlegt wurden. Nachdem die Gefangenen weggingen, wurde das Gebäude schließlich 1988 abgerissen, um Platz für eine neue Spa-Anlage zu schaffen.
Das Gelände war ursprünglich ein luxuriöses Kurhotel, bevor es in einen Gefängniskomplex umgewandelt wurde. Diese Umwandlung zeigt, wie der Krieg den Alltag und die Infrastruktur einer Kleinstadt veränderte, obwohl von diesem Nutzungswechsel heute nichts mehr sichtbar ist.
Das Gelände existiert nicht mehr, da das Gebäude 1988 abgerissen wurde, aber der historische Ort kann in Mondorf-les-Bains anhand von Markierungen und lokaler Information identifiziert werden. Besucher, die sich für die Geschichte interessieren, können in der Stadt noch Informationen über den früheren Standort und die Ereignisse dort erfahren.
Das Lager war so geheim und gut bewacht, dass die Wachen scherzhaft sagten, man bräuchte einen Pass von "Gott", um die Tore zu durchqueren. Trotz strenger Sicherheit gelang es den prominenten Insassen, Beschwerdebriefe an Eisenhower, Churchill und Truman zu schreiben.
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