Codex Mariendalensis, Mittelalterliche Handschrift in der Nationalbibliothek, Luxemburg
Der Codex Mariendalensis ist ein mittelalterliches Manuskript aus Pergament und Tinte, das sich heute in der Nationalbibliothek von Luxemburg befindet. Das Werk umfasst über 5900 Zeilen in Reimpaaren und dokumentiert die Lebensgeschichte einer hochgeborenen Frau, die in ein Kloster eintrat.
Das Manuskript wurde 1290 von Bruder Hermann von Veldenz geschrieben und schildert, wie eine Prinzessin ihre adlige Herkunft aufgab, um in einem Kloster einzutreten. Dieses Werk stellt einen wichtigen Zeugnis des religiösen Lebens und der sozialen Entscheidungen im Mittelalter dar.
Der Text in Moselfrankisch zeigt eine frühe Form der Sprache, die sich später zum modernen Luxemburgisch entwickelte, und wird heute in der Nationalbibliothek bewahrt. Besucher können erkennen, wie diese alte Sprache die Grundlagen für die heutige luxemburgische Identität geschaffen hat.
Das Manuskript ist in der Nationalbibliothek von Luxemburg zu besichtigen, wo es als Nationaldenkmal bewahrt wird. Besucher sollten beachten, dass alte Handschriften unter speziellen Bedingungen gelagert werden und eine Anmeldung voraus erforderlich sein kann.
Das Manuskript blieb für mehrere Jahrhunderte verschollen, bis es 1999 auf Schloss Ansembourg wiederentdeckt wurde. Der Ort der Wiederentdeckung liegt in der Nähe des ursprünglichen Klosters, in dem die Geschichte selbst spielte.
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