Reichsabtei Echternach, Benediktinerkloster aus dem 7. Jahrhundert in Echternach, Luxemburg
Die Abtei von Echternach ist ein Benediktinerkloster, das um die imposante romanische Basilika herum erbaut ist und sich am Ufer der Sauer erstreckt. Die Klosteranlage umfasst Wohngebäude, Kreuzgänge und weitere Räume, die über Jahrhunderte hinweg erweitert und angepasst wurden.
Der irisch-angelsächsische Missionar Willibrord gründete das Kloster gegen Ende des 7. Jahrhunderts auf Basis einer Schenkung von Irmina von Oeren, womit eine der ältesten religiösen Siedlungen in der Region entstand. Das Kloster wuchs später zu einem wichtigen Zentrum der Buchkunst und des religiösen Lebens heran.
Das Kloster war Schauplatz einer besonderen Form von Volksfrömmigkeit, die sich in der alljährlichen Prozession ausdrückt, bei der Gläubige in einem rhythmischen Tanz die Straßen hinuntergehen. Diese Tradition spiegelt die tiefe Verbindung zwischen dem Kloster und der lokalen Gemeinde wider, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat.
Das Kloster liegt direkt an der Sauer und ist zu Fuß vom Zentrum Echternachs aus leicht erreichbar, wobei die Basilika und angrenzende Bereiche frei zugänglich sind. Für einen tieferen Einblick in die Geschichte und Kunstsammlungen sollten Besucher die angebotenen Führungen und das Klostermuseum nutzen.
Die Springprozession am Pfingstdienstag ist ein ungewöhnliches Fest, bei dem Teilnehmer in einem dreitaktigen Rhythmus vorwärts und rückwärts gehen, während sie durch die Straßen Echternachs tanzen. Dieses seltene Ritual zieht Pilger aus vielen Ländern an, die an dieser tanzenden Prozession teilnehmen möchten.
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