Europäischer Gerichtshof, Internationaler Gerichtshof in Kirchberg, Luxemburg
Der Europäische Gerichtshof besteht aus zwei 24-stöckigen Türmen mit bronzefarbenen Fassaden und einem zentralen Justizgebäude, die durch eine Servicebrücke miteinander verbunden sind. Die Metallfassade bildet ein feines Raster, das natürliches Licht filtert und den Gebäudekomplex auch nachts sichtbar macht.
Das Gericht entstand 1952 als Rechtsorgan der damaligen Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl mit sechs Gründungsstaaten. Der heutige Gebäudekomplex wurde erst in den 1990er Jahren errichtet, um den wachsenden Bedarf an Räumen für Richter und Verwaltung zu decken.
Die Architektur der Bronzetürme reflektiert die institutionelle Identität der Europäischen Union und bildet einen markanten Kontrast zur historischen Altstadt von Luxemburg. Besucher erleben die Mehrsprachigkeit direkt durch Übersetzerkabinen und Beschilderung in allen Amtssprachen.
Der Gebäudekomplex liegt im Europaviertel Kirchberg, das mit Bus und Straßenbahn gut erreichbar ist. Führungen müssen rechtzeitig im Voraus gebucht werden, da Sicherheitskontrollen Zeit benötigen und nur begrenzte Plätze zur Verfügung stehen.
Hinter den Bronzefassaden arbeiten täglich über tausend Übersetzer und Dolmetscher, die Rechtsdokumente und Verhandlungen in 24 Sprachen bearbeiten. Der Komplex verfügt über eigene Bibliotheken mit Sammlungen europäischer Rechtsprechung, die über mehrere Stockwerke verteilt sind.
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