Minette-Region, Industrieregion im Süden Luxemburgs.
Die Red Lands, auch Minettgebiet genannt, sind eine frühere Industrieregion im Süden Luxemburgs, die für ihre reichen Eisenerzlagerstätten bekannt ist. Die roten Böden, alten Fabrikgebäude und umgewandelten Industrieanlagen prägen das Erscheinungsbild der gesamten Region.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts führte der Abbau von Eisenerz dazu, dass das Minettgebiet zur wirtschaftlichen Triebkraft Luxemburgs wurde. Nach dem Rückgang der Schwerindustrie im 20. Jahrhundert begann eine schrittweise Umwandlung der stillgelegten Anlagen.
Das Minettegebiet hat seinen Namen vom französischen Wort für kleines Erz, was auf die eisenreichen Böden der Region hinweist. Wer durch die alten Industriestädte fährt, sieht noch heute rote Felsschichten, die an die frühere Bergbautätigkeit erinnern.
Das Minettgebiet lässt sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, da mehrere ausgeschilderte Routen die wichtigsten Industriestandorte miteinander verbinden. Wer mit dem Auto unterwegs ist, findet in den Ortschaften entlang der Route gut erreichbare Ausgangspunkte.
Im Bezirk Belval stehen noch immer zwei riesige Hochöfen, die heute von der Universität Luxemburg umgeben sind und als Ausstellungsraum genutzt werden können. Es ist einer der seltenen Orte, an denen Studierende täglich an aktiven Denkmälern der Schwerindustrie vorbeigehen.
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