Autodromo della Mellaha, Motorsport-Rennstrecke in der italienischen Kolonie Libyen
Das Autodromo della Mellaha war eine Rennstrecke in Libyen, die Anfang der 1930er Jahre in der Nähe von Tripolis gebaut wurde. Die etwa 13 Kilometer lange Strecke war flach mit sanften Kurven, verfügte über große hölzerne Tribünen, eine hohe Kontrollturm und Fahrerlager, wo Mechaniker die Fahrzeuge vorbereiteten.
Die Strecke wurde 1923 von den Italienern als einfache Rennstrecke erbaut und in den 1930er Jahren erweitert und modernisiert. Der Betrieb endete 1940 mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, woraufhin der Platz schrittweise verfiel und später bei der Umwandlung in den Flughafen Mitiga beschädigt wurde.
Der Ort trägt den Namen der nahe gelegenen Salzlagune Mellaha und war während der italienischen Herrschaft ein Symbol für technischen Fortschritt und nationale Stärke. Die Rennstrecke zog Zuschauer aus verschiedenen Ländern an und machte Motorsport zu einem wichtigen öffentlichen Ereignis in der Region.
Der Ort ist heute schwer zugänglich, da er sich auf dem Gelände des Flughafens Mitiga befindet und unter militärischem und zivilen Kontrollen unterliegt. Besucher sollten sich vorher über die aktuelle Sicherheitslage und die Besuchsbestimmungen informieren, da die Gegend Konflikten ausgesetzt sein kann.
Die Strecke war bekannt für ein ungewöhnliches Lotteriesystem, bei dem Zuschauer Nummern kauften, die den Fahrzeugen entsprachen, um große Preise zu gewinnen. Dieses System führte jedoch zu Problemen mit Rennen-Manipulationen und war ein früher Versuch, Motorsport-Events kommerziell zu vermarkten.
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