Libyen, Mittelmeerland in Nordafrika
Libyen ist ein nordafrikanisches Land am Mittelmeer, das sich von der Küste bis tief in die Sahara erstreckt. Das Gelände reicht von mediterranen Küstenebenen über das Hochland der Cyrenaika bis zu den weiten Sand- und Felswüsten im Süden, durchzogen von verstreuten Oasen und trockenen Flusstälern.
Das unabhängige Königreich entstand 1951 nach römischer, osmanischer und italienischer Herrschaft über mehr als zwei Jahrtausende. Ein Militärputsch verwandelte die Monarchie 1969 in eine Republik unter Muammar Gaddafi, dessen Regierung bis zum Bürgerkrieg 2011 dauerte und eine anhaltende politische Zersplitterung hinterließ.
Der Name leitet sich vom antiken Berberstamm der Libu ab, der das Gebiet vor der römischen Eroberung bewohnte. Besucher begegnen heute einer Gesellschaft, in der Gastfreundschaft tief verwurzelt ist und Familienbande das tägliche Leben prägen, während in den Städten moderne Cafés neben traditionellen Souks stehen.
Die meisten Bewohner leben in Küstenstädten wie Tripolis und Bengasi, wo grundlegende Infrastruktur vorhanden ist. Reisende sollten vor jeder Planung die aktuelle Sicherheitslage und Einreisebestimmungen prüfen, da anhaltende Instabilität die Bewegungsfreiheit in vielen Gebieten einschränkt.
Das Great Man-Made River-System ist ein unterirdisches Netzwerk von Rohrleitungen, das Frischwasser aus Wüstenaquiferen zu den Küstenstädten transportiert. Zwischen den 1980er und 2000er Jahren gebaut, zählt es zu den größten Bewässerungsprojekten weltweit und versorgt Millionen Menschen mit Trinkwasser aus fossilen Wasserreserven tief unter der Sahara.
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