Great-Man-Made-River-Projekt, Unterirdisches Wasserleitungsnetz in der Sahara-Wüste, Libyen.
Der Great Manmade River ist ein unterirdisches Rohrnetzwerk im Sahara-Gebiet, das antike Grundwasserleiter mit Küstenstädten in Libyen verbindet. Das System erstreckt sich über mehrere tausend Kilometer und nutzt mehr als tausend Tiefbrunnen, die Wasser aus großer Tiefe fördern.
Die Bauarbeiten begannen in den Achtzigerjahren mit dem Ziel, Wasser aus dem Süden an die Mittelmeerküste zu bringen. Die erste Phase wurde zu Beginn der Neunzigerjahre eröffnet und versorgte zunächst die Region Bengasi mit Frischwasser.
Das Netzwerk versorgt mehr als zwei Drittel der libyschen Bevölkerung mit Trinkwasser und verändert dadurch das tägliche Leben in Städten und ländlichen Gebieten grundlegend. Menschen können heute an Orten wohnen und arbeiten, wo dies früher wegen Wassermangel unmöglich gewesen wäre.
Das System liegt vollständig unter der Erde und ist an der Oberfläche größtenteils nicht sichtbar. Stellenweise markieren Pumpstationen und Rohrleitungen den Verlauf der unterirdischen Wasserleitung durch die Wüste.
Die Rohre transportieren Wasser aus Grundwasserleitern, die sich während der letzten Eiszeit bildeten und Tausende von Jahren alt sind. Dieses Wasser fällt nicht mehr als Regen nach, weshalb das System eine begrenzte Ressource nutzt.
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