Höhle der Schwimmer, Höhlenmalerei im Gouvernement al-Wadi al-dschadid, Ägypten.
Die Höhle der Schwimmer ist ein archäologischer Fundort im Gilf al-Kabir Plateau im südwestlichen Ägypten, bekannt für prähistorische Felsmalereien. Die Darstellungen zeigen Menschen in schwimmenden Bewegungen sowie Tiere, die auf den Wänden und der Decke der Höhle verteilt sind.
László Almásy entdeckte diese Höhle im Oktober 1933 während einer Expedition in die westliche Wüste. Seine Dokumentation machte den Ort in der wissenschaftlichen Gemeinschaft bekannt und löste weitere Forschungen zur frühen Besiedlung der Sahara aus.
Die schwimmenden Figuren an den Wänden zeigen Menschen mit ausgestreckten Armen und Beinen, wie sie sich durch Wasser bewegen. Diese Malereien geben einen Hinweis darauf, dass die Sahara vor Jahrtausenden Seen und Flüsse besaß, die heute völlig verschwunden sind.
Der Zugang zur Höhle erfordert eine mehrtägige Wüstenreise mit speziellen Fahrzeugen und erfahrenen Führern, die das Gelände kennen. Besucher sollten sich auf extreme Hitze und minimale Infrastruktur einstellen, da die Region weit von besiedelten Gebieten entfernt liegt.
Manche Forscher sehen in den Figuren keine Schwimmer, sondern Darstellungen von Verstorbenen, die in einem symbolischen Urozean treiben. Diese Deutung verbindet die Malereien mit späteren altägyptischen Vorstellungen vom Jenseits und dem Wasser als Element des Übergangs.
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