Gabal al-Uwainat, Gebirgskette an der Grenze zwischen Ägypten, Libyen und Sudan
Jebel Uweinat ist ein Granitmassiv an der Grenze zwischen Libyen und dem Sudan. Es erhebt sich auf knapp 1.900 Meter und liegt mitten in einer der abgelegensten Wüstenregionen der Welt.
Der ägyptische Entdecker Ahmed Pascha Hassanein dokumentierte das Massiv und seine Felszeichnungen erstmals während seiner Expedition im Jahr 1923. Seine Berichte machten die internationale Wissenschaft auf diesen Ort aufmerksam und legten den Grundstein für spätere Forschungen.
Die Felswände von Jebel Uweinat sind mit vorgeschichtlichen Ritzzeichnungen bedeckt, die Löwen, Giraffen und Gazellen darstellen. Diese Bilder stammen von frühen Hirtengemeinschaften, die in der Sahara lebten, als das Klima dort noch feuchter und tierreicher war.
Für den Besuch sind Sondergenehmigungen der zuständigen Behörden beider Länder erforderlich, und man sollte nur mit erfahrenen Führern und geländegängigen Fahrzeugen reisen. Die Entfernung zur nächsten Siedlung ist enorm, daher sind ausreichend Wasser und Vorräte absolut notwendig.
An der Westflanke des Massivs liegt eine Oase mit natürlichen Quellen, darunter Ain Dua, die selbst in dieser extremen Trockenheit dauerhaft Wasser liefert. Diese Quellen machten den Ort über Jahrtausende zu einem Anlaufpunkt für Karawanen und Wanderhirten.
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