Erfoud, Stadt in Marokko
Erfoud ist eine kleine Stadt in Südostmarokko, die zwischen Hügeln und Wüste in der Tafilalet-Oase liegt. Die Stadt hat ein einfaches Rasterplan mit breiten Straßen, ist von Dattelpalmenhainen und Sanddünen umgeben und dient als natürlicher Ausgangsort für Expeditionen zur nahen Sahara-Wüste.
Erfoud wurde während der französischen Invasion als Militärstützpunkt gebaut und entlang des Ziz-Flusses errichtet, der das ganze Jahr über Wasser führt. Die Stadt entwickelte sich dann zu einem Handelszentrum in der Oase mit roten Sandsteingebäuden, die bis heute das Stadtbild prägen.
Der Name Erfouds bezieht sich auf die historische Bedeutung als Handelsposten in der Tafilalet-Oase. Die Stadt wird geprägt durch ihre Palmenhaine, wo Besucher während der Ernte im Oktober frische Datteln pflücken und kosten können, und durch ihre Wochenmärkte, auf denen lokale Handwerker Fossilien und traditionelle Waren verkaufen.
Die beste Zeit zum Besuch ist von Oktober bis April, wenn das Wetter mild ist und Outdoor-Aktivitäten wie Kamelritte und Wüstenerkundungen angenehm sind. Die Sommertemperaturen übersteigen oft 40 Grad Celsius, was Besichtigungen tagsüber weniger komfortabel macht.
Die Region ist weltberühmt für ihre fossilen Meerestiere, die vor etwa 500 Millionen Jahren entstanden sind, und wird deshalb die Hauptstadt der Fossilien genannt. Etwa 15 Kilometer südöstlich gibt es einen Steinbruch, wo fossildurchsetzter Schwarzmarmor abgebaut wird, und ein kleines Museum zeigt diese geologischen Schätze.
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