Fes Jdid, UNESCO-Kulturerbe Bezirk in Fes, Marokko
Fes Jdid ist ein historisches Stadtviertel in Fès, Marokko, das zwischen der alten Medina und dem neueren Stadtteil liegt und breite Straßen, den ummauerten Königspalast sowie ehemalige Wohnviertel verschiedener Gemeinschaften umfasst. Das Viertel ist auch Teil des UNESCO-Welterbes der Medina von Fès und grenzt direkt an das jüdische Mellah-Viertel.
Das Viertel wurde im 13. Jahrhundert von der Mariniden-Dynastie als Verwaltungszentrum und Königssitz neben der bestehenden Stadt gegründet. Im 15. Jahrhundert entstand dort auch das Mellah, eines der ältesten jüdischen Viertel Marokkos.
Die großen verzierten Bronzetore des Königspalastes sind vom öffentlichen Platz davor deutlich sichtbar und werden von Handwerkern aus der Stadt gepflegt. Die umliegenden Souks richten sich hauptsächlich an die lokale Bevölkerung, nicht an Touristen, was dem Viertel einen alltäglichen Charakter verleiht.
Das Viertel lässt sich zu Fuß erkunden, wobei die Straßen breiter und einfacher zu begehen sind als in der engen alten Medina nebenan. Ein Besuch am Morgen oder frühen Nachmittag ermöglicht es, die Souks und den öffentlichen Platz vor dem Palasttor in aller Ruhe zu sehen.
Das Mellah in Fes Jdid gilt als eines der ältesten jüdischen Viertel Marokkos und seine typische Architektur mit überhängenden Holzbalkonen ist bis heute in einigen Straßen sichtbar. Diese Bauweise, die jüdischen Bewohnern Blickkontakt zur Außenwelt ermöglichte, ohne die Straße betreten zu müssen, ist in dieser Region selten erhalten geblieben.
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