Guéliz, Modernes Viertel in Marrakesch, Marokko
Guéliz ist ein Stadtviertel in Marrakesch, das sich außerhalb der alten Medina erstreckt und hauptsächlich internationale Geschäfte, moderne Restaurants, Kunstgalerien und Büros beherbergt. Das Viertel folgt einem rechtwinkligen Straßenmuster, was es einfach zu navigieren macht und es sich deutlich vom engen Gassenlabyrinth der Altstadt unterscheidet.
Das Viertel wurde 1912 vom französischen Architekten Henri Prost entworfen und war das erste Wohngebiet, das außerhalb der alten Stadtmauern während der französischen Protektoratszeit in Marokko errichtet wurde. Der Entwurf war Teil eines größeren Stadtplanungsprojekts, das Marrakesch nach europäischen Standards modernisieren sollte.
Das Viertel trägt den Namen eines lokalen Händlers aus der Kolonialzeit und spiegelt bis heute seine Funktion als modernes Handelszentrum wider. Hier treffen sich Einheimische und Besucher zum Einkaufen, Essen und Flanieren in einer Atmosphäre, die sich deutlich vom traditionellen Medina unterscheidet.
Das Viertel hat breite, ebene Straßen, die leicht zu Fuß zu erkunden sind und viele Sitzbereiche zum Rasten zwischen den Geschäften bieten. Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse verbinden das Viertel mit anderen Teilen der Stadt, und die meisten Läden akzeptieren sowohl Bargeld als auch Kartenzahlungen.
Das Viertel beherbergt das Telekommunikationsmuseum, das die Geschichte der Nachrichtentechnik in Marokko anhand von Telefonapparaten, Funkgeräten und historischen Dokumenten erzählt. Diese Sammlung zeigt, wie sich die Kommunikation im Land über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat und bleibt vielen Besuchern unbekannt.
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