El Mouassine Mosque, Moschee im Medina-Viertel, Marrakesch, Marokko.
El Mouassine ist eine Moschee in der historischen Medina von Marrakesch mit Ursprüngen aus dem 16. Jahrhundert. Sie besitzt einen zentralen Innenhof, eine durch Bögen unterteilte Gebetshalle und beherbergt ein angeschlossenes Badhaus, eine Schule und eine Bibliothek.
Ein Sultan ließ die Moschee zwischen 1562 und 1573 an der Stelle eines früheren jüdischen Friedhofs errichten. Der Bau war Teil einer Serie von Infrastruktur-Entwicklungen, die die damalige Herrscher in der Medina durchführten.
Die Moschee war lange Zeit ein Zentrum für tägliches Zusammenleben und bleibt es teilweise heute: Menschen nutzen den angegliederten Hamam zum Baden und besuchen Lehrerräume für Schulungen. Die Anlage verkörpert das Miteinander von religiösem Gottesdienst und alltäglichem Leben, wie es in dieser Nachbarschaft üblich war und noch ist.
Der Moschee-Komplex liegt neben dem Eingang zu den wichtigsten Marktstraßen der Medina, was eine Orientierung erleichtert. Besucher sollten bedenken, dass der Zugang zu aktiven Gebetsbereichen normalerweise auf Gläubige beschränkt ist.
Der Minarett blieb absichtlich unvollständig, weil ein Vizier Bedenken bezüglich der Privatsphäre der Nachbarn während des Baus äußerte. Diese Entscheidung zeigt, wie lokale Rücksichtnahmen selbst großen Bauprojekten Grenzen setzten.
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