Medersa Ben Youssef, Islamische Schule im Medina-Viertel, Marrakesch, Marokko
Die Ben Youssef Madrasa ist eine islamische Lehreinrichtung im Medina-Viertel von Marrakesch, die sich um einen zentralen Hof mit Wasserbecken mit steinernem Rand erstreckt. Der Gebäudekomplex verfügt über Schülerzimmer, die auf zwei Ebenen verteilt sind und Räume für Unterricht und Studium bieten.
Der Bau wurde 1564 von Sultan Abdallah al-Ghalib in Auftrag gegeben und entwickelte sich zur größten islamischen Bildungseinrichtung in Nordafrika. Die Institution schloss 1960, was das Ende einer fast vierhundertjährigen Bildungstradition markierte.
Die Madrasa war ein Ort der intensiven religiösen Ausbildung, wo Schüler sich täglich mit islamischer Rechtsprechung und Koranstudien beschäftigten. Diese Lehrmethoden prägten Generationen von Gelehrten, die später in der Region Einfluss ausübten.
Das Gebäude ist leicht durch die engen Gassen der Medina erreichbar und bietet eine natürliche Kühlung durch seinen zentralen Innenhof, besonders angenehm an heißen Tagen. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da der Zugang zu den oberen Ebenen über enge Treppen erfolgt.
Das Gebäude bewahrt ein altes Marmorbecken aus Córdoba, das die Verbindung zur islamischen Kultur des mittelalterlichen Spanien zeigt. Dieses kunstvolle Stück ist einer der wertvollsten Gegenstände, die in den Räumen zu sehen sind.
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