Djemaa el Fna, Traditioneller Platz und Markt in Marrakesch, Marokko
Jemaa el-Fnaa ist ein weitläufiger Platz im Herzen von Marrakesch, auf dem sich Händler, Garküchen und Straßenkünstler drängen. Die Medina breitet sich rund um diesen offenen Bereich aus, der tagsüber hauptsächlich von Orangensaftverkäufern und Schlangenbeschwörern belebt wird und nach Sonnenuntergang zu einem dichten Labyrinth aus rauchenden Essensständen wird.
Der Platz entstand unter der Herrschaft der Almoraviden im 11. Jahrhundert als offener Handelsbereich vor den Palastmauern. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gelände für öffentliche Ankündigungen und Hinrichtungen genutzt, bevor es sich zum heutigen Marktplatz entwickelte.
Der Name stammt aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie Platz der Toten oder Versammlung am Ende, was auf eine frühere Nutzung als Hinrichtungsstätte hinweist. Geschichtenerzähler rezitieren noch heute alte Märchen in kreisförmigen Gruppen, während Musiker auf traditionellen Instrumenten spielen und Schlangenbeschwörer ihr Handwerk zeigen.
Der Platz ist rund um die Uhr zugänglich und erreicht seinen Höhepunkt nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Essensstände öffnen und die Menschenmenge zunimmt. Besucher sollten auf ihre Taschen achten und können sich an den erhöhten Cafés rund um den Platz orientieren, die einen Überblick über das Geschehen bieten.
Die UNESCO nahm den Platz als immaterielles Kulturerbe in ihre Liste auf, weil die mündlichen Traditionen und darstellenden Künste hier weiterhin ausgeübt werden. Am Rand des Platzes stehen mehrere mehrstöckige Gebäude mit Dachterrassen, von denen aus man das gesamte Treiben überblicken kann, ohne selbst im Gedränge zu stehen.
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