Bousbir, Ehemaliges reguliertes Viertel im Osten von Casablanca, Marokko.
Bousbir war ein rechteckiges Viertel im Osten von Casablanca, das von hohen Mauern umgeben war und durch ein einzelnes Tor kontrolliert wurde. Das Areal enthielt Wohnungen, ein Kino, Restaurants, Cabarets und Geschäfte mit neomarokkanischer Architektur.
Die französische Kolonialverwaltung errichtete dieses regulierte Viertel 1924 unter der Leitung des Generalsidenten Lyautey. Es blieb bis 1955 in Betrieb, als es geschlossen wurde.
Der Stadtteil wurde nach französischem Vorbild mit neomaureschen Gebäuden gestaltet, die Wohnräume, Kinos, Restaurants und Geschäfte vereinten. Das Aussehen und die Nutzung des Ortes spiegeln einen bestimmten Moment der städtischen Geschichte wider, der heute noch in den erhaltenen Strukturen sichtbar ist.
Der Zugang erfolgte durch ein einzelnes Tor, das alle Besucher und Bewohner kontrollierte. Medizinische Inspektionen und Polizeieinsätze überwachten die Aktivitäten im Viertel streng.
Der Name stammt von Prosper Ferrieu, einem französischen Diplomaten, der das Land besaß, auf dem das Viertel gebaut wurde. Dieser Ursprung zeigt die enge Verbindung zwischen kolonialer Politik und Stadtenentwicklung.
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