Qasr al-'Aschiq, Mittelalterliche Palastruinen in Samarra, Irak
Qasr al-'Ashiq ist eine Palastanlage mit rechteckigem Grundriss, die sich über zwei Geschosse erstreckt und Katakomben, ausgedehnte Höfe, Schutzwälle und einen Wassergraben umfasst. Der Graben wurde durch unterirdische Kanäle aus den westlichen Hochländern gespeist und bildete ein ausgeklügeltes Wassersystem.
Der Palast entstand zwischen 877 und 882 unter der Herrschaft des Abbasiden-Kalifen Al-Mu'tamid am westlichen Ufer des Tigris. Diese Bauperiode fällt in eine Zeit großer architektonischer Aktivität in der Abbasiden-Metropole Samarra.
Der Name des Palastes stammt von al-Ma'shuq ab, was Geliebter bedeutet und die emotionale Verbindung zwischen dem Bauwerk und den Menschen des Mittelalters widerspiegelt. Diese Bezeichnung zeigt, wie die Bewohner den Ort wahrnahmen und welche Gefühle sie mit ihm verbanden.
Der Ort ist bei archäologischen Ausgrabungen in den 1960er Jahren erforscht worden, wobei Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren große Teile des ursprünglichen Bauwerks konservierten. Besucher sollten sich auf unebenes Gelände und teilweise freigelegte Strukturen einstellen.
Der Palast verfügt über ein ausgeklügeltes Wassergrabensystem, das einen höheren Wasserstand als der nahe Tigris aufrechterhielt. Dieses Ingenieurfeat zeigt die fortgeschrittene technische Fähigkeit der Abbasiden bei der Wasserkontrolle.
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