Abbasid Samarra, Archäologische Stätte in Samarra, Irak
Abbasid Samarra ist eine archäologische Stätte in der Stadt Samarra im Irak, die sich über mehr als 40 Kilometer entlang des Tigris erstreckt. Paläste mit Innenhöfen, mehrere Moscheen und Wohnviertel aus Lehmziegeln bilden das weitläufige Gelände dieser mittelalterlichen Hauptstadt.
Die Abbasiden-Kalifen verlegten ihren Regierungssitz im Jahr 836 hierher und errichteten innerhalb weniger Jahrzehnte eine vollständige Stadt. Nach 892 kehrten die Herrscher nach Bagdad zurück und ließen die Siedlung allmählich verfallen.
Der Name Samarra leitet sich vom arabischen Wort für "erfreut jeden Betrachter" ab und bezieht sich auf die Reaktion der Kalifen beim ersten Anblick der Region. Die Bewohner der heutigen Stadt leben zwischen den archäologischen Überresten und nutzen manche antiken Strukturen als Teil ihrer alltäglichen Umgebung.
Das Gelände liegt in einem trockenen Klima und bietet wenig Schatten, daher empfiehlt sich ein Besuch in den kühleren Morgenstunden. Manche Bereiche sind durch lockeren Sand und unebene Oberflächen schwer zu begehen.
Luftaufnahmen zeigen das vollständige Straßennetz der Stadt mit Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden, das unter der Erdoberfläche weitgehend erhalten geblieben ist. Nur ein Fünftel der Anlage wurde bisher freigelegt, der Rest wartet noch auf weitere Forschung.
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