Große Moschee von Samarra, Moschee aus dem 9. Jahrhundert in Samarra, Irak
Die Große Moschee von Samarra ist eine historische Gebetsstätte in der Stadt Samarra im heutigen Irak mit Ausmaßen von 239 Metern Länge und 156 Metern Breite. Befestigte Außenmauern aus gebrannten Ziegeln umgeben das gesamte Gelände und bilden eine geschlossene rechteckige Anlage.
Der abbasidische Kalif Al-Mutawakkil ließ das Bauwerk zwischen 848 und 851 errichten, als Samarra die Hauptstadt des Kalifats war. Spätere Konflikte beschädigten Teile der Anlage, doch die Grundstruktur und der spiralförmige Turm blieben weitgehend erhalten.
Der Name Malwiya leitet sich vom arabischen Wort für spiralförmig ab und beschreibt den äußeren Aufgang des Turms. Gläubige nutzten einst die Rampe, um den Gipfel zu erreichen und von dort aus den Ruf zum Gebet über die Stadt zu senden.
Der Zugang erfolgt über die Außenmauern, und die weitläufige offene Anlage erlaubt freie Bewegung innerhalb des Geländes. Die Spiralrampe des Turms ist derzeit für Besucher gesperrt, aber Aussichten vom Boden aus bieten einen guten Eindruck der Gesamtstruktur.
Die spiralförmige Form des Turms ähnelt den gestuften Bauwerken des alten Mesopotamien und verbindet lokale Traditionen mit neuen religiösen Anforderungen. Archäologen vermuten, dass die Baumeister sich von den älteren Strukturen der Region inspirieren ließen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.