Samarra, Archäologische Stätte und religiöses Zentrum im Gouvernement Saladin, Irak.
Samarra ist eine archäologische Stätte und ein religiöses Zentrum im Gouvernement Salah ad-Din im Irak. Die Stadt erstreckt sich entlang des östlichen Ufers des Tigris über etwa 32 Kilometer und zeigt Reste alter Gebäude und Heiligtümer aus mehreren Epochen.
Der abbasidische Kalif al-Mu'tasim gründete die Stadt im Jahr 836 als neue Verwaltungshauptstadt des Reiches. Die Anlage entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Zentrum für Regierung und Militär, bis die Kalifen etwa 50 Jahre später nach Bagdad zurückkehrten.
Die Große Moschee mit dem spiralförmigen Minarett Malwiya zählt zu den wichtigsten Bauwerken der abbasidischen Epoche. Das gewundene Turmbauwerk diente einst als Ort des Gebetsrufs und prägt bis heute die Silhouette der alten Stadt.
Besucher benötigen spezielle Genehmigungen und geführte Touren, um die archäologischen Zonen zu betreten, die mehrere Ausgrabungsstätten umfassen. Die Bewegung in der Region kann Einschränkungen unterliegen, daher ist eine vorherige Planung mit lokalen Behörden ratsam.
Ausgrabungen zwischen 1911 und 1914 legten Überreste prähistorischer Siedlungen frei, die bis ins 5. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen. Diese frühen Spuren zeigen, dass das Gebiet lange vor der Gründung der abbasidischen Stadt bewohnt war.
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