Ḫafāǧī, Archäologische Stätte im Gouvernement Diyala, Irak.
Khafajah ist eine archäologische Stätte mit mehreren Hügeln, die Überreste von Tempeln, Verwaltungsgebäuden und Wohnstrukturen aus verschiedenen Perioden der mesopotamischen Geschichte enthalten. Die Gebäude reichen von etwa 3100 bis 1750 vor Christus und zeigen die Entwicklung dieser Zivilisationen über Jahrhunderte hinweg.
Die Stätte wurde in den 1930er Jahren von Archäologen des Oriental Institute der Universität Chicago ausgegraben und enthüllte Schichten von Besiedlung aus einer Zeitspanne von etwa 1350 Jahren. Die Ausgrabungen zeigen, wie verschiedene Kulturen und Herrschaften nacheinander die Region kontrollierten.
Die Tempel waren Zentren des religiösen Lebens und des wirtschaftlichen Handelns. Menschen brachten hier Opfergaben dar und wickelten Geschäfte ab, wie die vielen gefundenen Tontafeln zeigen.
Die Überreste sind auf vier Haupthügel verteilt, wobei der größte Hügel die wichtigsten Tempelbereiche und Verwaltungsstrukturen aufweist, die leicht zu sehen sind. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und genug Zeit einplanen, um zwischen den verschiedenen Bereichen herumzuwandern.
Unter den gefundenen Tontafeln enthielten einige Verwaltungsaufzeichnungen, die zeigen, wie Menschen Handel trieben und ihre Besitztümer verwalteten. Diese alltäglichen Dokumente vermitteln ein lebendiges Bild des wirtschaftlichen Lebens vor fast 4000 Jahren.
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