Ešnunna, Archäologische Stätte in Baqubah, Irak
Eshnunna ist eine archäologische Stätte in Baqubah im Irak, die die Überreste einer bedeutenden antiken Stadt enthält, die im Diyala-Tal nordöstlich von Bagdad liegt. Die Ausgrabungen zeigen Fundamente von Wohnhäusern, Straßen und öffentlichen Gebäuden, die sich über mehrere Siedlungsschichten verteilen und Einblicke in die urbane Planung geben.
Die Stadt entwickelte sich ab etwa 2500 v. Chr. als wichtiges Handelszentrum zwischen den mesopotamischen Ebenen und dem iranischen Hochland. Nach einer Blütezeit im 19. Jahrhundert v. Chr. wurde sie um 1750 v. Chr. von Hammurabi von Babylon erobert und anschließend verlassen.
Die Tempelanlage von Eshnunna, die aus Lehmziegeln erbaut wurde, zeigt die religiösen Praktiken der frühen mesopotamischen Bewohner und ihre Verehrung der Götter des Handels und der Gerechtigkeit. Diese Bauten spiegeln die alltägliche Bedeutung der Religion im städtischen Leben wider, wo Tempel auch als Verwaltungszentren dienten.
Ein Besuch erfordert eine Genehmigung durch die zuständigen Behörden, da es sich um eine aktive Forschungsstätte handelt. Die Wege zwischen den Ausgrabungsbereichen sind uneben und bei Regen schwer begehbar, daher sind festes Schuhwerk und trockenes Wetter empfehlenswert.
Die Tempel von Tell Asmar, einem Teil der Stadt, enthielten mehrere kleine Statuen mit auffallend großen Augen, die heute in internationalen Museen zu sehen sind. Diese Figuren wurden als Stellvertreter von Gläubigen interpretiert, die dauerhaft vor den Göttern beteten.
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