Chișinău / Kischinjow, Hauptstadt in Zentralmoldawien.
Chișinău ist die Hauptstadt der Republik Moldau und liegt im zentralen Teil des Landes an den Ufern des Flusses Bâc. Die Straßen sind in einem Raster angelegt und von sowjetischen Plattenbauten, niedrigen historischen Häusern sowie neueren Geschäfts- und Wohngebäuden gesäumt, während große Parks mit Seen und Denkmälern dazwischen liegen.
Das Dorf entstand im 15. Jahrhundert um ein orthodoxes Kloster und blieb jahrhundertelang klein, bis es nach 1812 unter russischer Herrschaft zum Verwaltungsmittelpunkt Bessarabiens aufstieg. Schwere Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg führten zum Wiederaufbau in sowjetischer Architektur, die bis heute das Stadtbild prägt.
Die Nationaloper und das Ballett ziehen Einheimische und Besucher gleichermaßen an, die häufig formelle Abendgarderobe tragen, um Aufführungen zu besuchen, die eine lange lokale Tradition des klassischen Repertoires widerspiegeln. In Cafés und Parkanlagen sitzen Menschen stundenlang bei Gesprächen, während Straßenverkäufer geröstete Sonnenblumenkerne verkaufen, die ein beliebter Snack in der Region sind.
Öffentliche Verkehrsmittel verbinden alle Hauptbezirke miteinander, wobei die Fahrzeuge meist bis spät in den Abend verkehren und Schilder sowohl in kyrillischer als auch lateinischer Schrift anzeigen. Viele Sehenswürdigkeiten und Restaurants liegen fußläufig im Zentrum, während breite Gehwege und baumbestandene Boulevards das Zufußgehen auch im Sommer angenehm machen.
Die Cricova-Weinkellerei am Stadtrand umfasst über 120 Kilometer unterirdische Gänge, in denen Millionen Flaschen in einer riesigen labyrinthartigen Anlage gelagert werden, die mit dem Auto befahren werden kann. Staatsgäste haben dort seit Jahrzehnten Empfänge abgehalten, wobei einige Tunnel nach Weinregionen benannt sind.
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