Capitoline Wolf, Chișinău, Öffentliches Forum Bronze-Monument im Nationalmuseum für Geschichte, Chișinău, Moldawien.
Die Kapitolinische Wölfin ist eine bronzene Skulptur auf Granitsockel vor dem Nationalmuseum für Geschichte, etwa 0,75 Meter hoch und zeigt das mythologische Tier, das zwei Säuglinge säugt. Das Werk prägt das Aussehen des Museumseingangs und verbindet antike Ikonografie mit einem modernen öffentlichen Raum.
Alexandru Plămădeală erschuf dieses Werk 1920 während einer Zeit, als Moldau seine Unabhängigkeit nach dem Ersten Weltkrieg neudefinierte. Das Denkmal spiegelt das künstlerische Streben dieser Ära wider, nationale Identität durch europäische Symbolik auszudrücken.
Die Darstellung der römischen Wölfin verbindet klassisches europäisches Erbe mit der moldauischen Identität. Sie zeigt, wie kulturelle Symbole aus der Antike in Moldau aufgegriffen wurden, um eine Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart zu schaffen.
Das Denkmal befindet sich am Eingang des Museums und ist von außen einsehbar, ohne dass man das Gebäude betreten muss. Besucher sollten bei Tageslicht vorbeigehen, um die Bronzeoberflächendetails und die Granitbasis deutlich sehen zu können.
Der Künstler wählte bewusst die ikonische römische Symbologie der Wölfin, obwohl dies kein Teil der moldauischen Mythologie war, und schuf dadurch eine künstliche Verbindung zwischen zwei kulturellen Welten. Diese Entscheidung zeigt, wie künstlerische Werke des 20. Jahrhunderts nationale Identitäten durch fremde historische Bezüge konstruierten.
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