Tauresium, Archäologische Stätte in der Gemeinde Zelenikovo, Nordmazedonien
Tauresium ist eine antike Stätte in der Gemeinde Zelenikovo in Nordmazedonien, die Mauerreste, Fundamente und steinerne Bauelemente auf einem Hügel nahe des Dorfes Taor umfasst. Die Ruinen verteilen sich über terrassierte Bereiche und zeigen Spuren von Wohnhäusern, Werkstätten und öffentlichen Gebäuden, die in mehreren Grabungskampagnen freigelegt wurden.
Die Siedlung entstand in der spätrömischen Periode und entwickelte sich zu einem regionalen Zentrum mit Befestigungen und Infrastruktur. Nach dem Jahr 518 verlor der Ort an Bedeutung und wurde später durch eine nahegelegene Festung ersetzt, die unter dem byzantinischen Kaiser errichtet wurde.
Die Überreste tragen den Namen einer alten Siedlung, die einst als Geburtsort bedeutender Herrscher galt und später in regionalen Legenden eine Rolle spielte. Lokale Einwohner kennen den Hügel seit Generationen und verbinden ihn mit Erzählungen über frühe christliche Zeiten und das byzantinische Erbe der Region.
Die Anlage liegt etwa 20 Kilometer von Skopje entfernt und ist über eine Landstraße in Richtung Zelenikovo erreichbar. Der Zugang erfolgt über unbefestigte Wege auf dem Hügel, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk und Vorsicht bei nassem Wetter.
Funde von Münzen und Keramik deuten auf Handelskontakte mit dem östlichen Mittelmeerraum und dem Balkan hin. Einige Objekte stammen aus Werkstätten in Thessaloniki und Konstantinopel, was auf weitreichende Verbindungen schließen lässt.
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